Asien,  Thailand

Thailand

Im Oktober des letzten Jahren waren wir auf der Suche nach einem Reiseziel für die Feiertage über Weihnachten und Silvester. Wir überlegten lange ob wir in die Dominikanische Republik, Kuba, Südafrika oder Mexiko fliegen sollten … Schließlich (auch unser Budget spielte eine Rolle) fiel unsere Wahl aber auf den asiatischen Raum: Thailand! Wir waren beide noch nie in Asien gewesen und blickten dieser Reise gespannt entgegen. Da die Zeit zum Buchen schon etwas knapp war, hatten wir leider nicht mehr die volle Auswahl an Flugmöglichkeiten. Schließlich haben wir dann direkt über die Seite von Emirates und Thaiair einen Flug von Wien nach Bangkok und weiter nach Phuket bekommen. Insgesamt bezahlten wir in etwa 1.500€ pro Person für alle Flüge (Wien-Bangkok hin und zurück, Phuket-Bangkok hin und zurück).

Ich möchte dir nun unseren Reiseverlauf schildern, und hoffentlich Thailand als Reiseziel schmackhaft machen 😉

In Bangkok angekommen müssen wir als erstes durch die Immigration. Man muss einfach nur ein kleines Formular ausfüllen, quasi ein Touristenvisum, welches dann für 30 Tage gültig ist. Den kleinen Abschnitt der einem zurückgegeben wird sollte man gut aufbehalten, denn dieser muss bei der Ausreise wieder abgegeben werden. Nachdem wir dann endlich unsere Koffer abgeholt haben orientieren wir uns kurz, heben beim ATM Geld ab (10.000 Baht fürs erste) und suchen dann ein Taxi, das uns in unser Hotel in der Stadt bringt. Beim Taxistand am Flughafen muss man zuerst an einem Automaten ein Ticket ziehen, womit einem ein Taxi zugewiesen wird. Also machen wir das uns landen schließlich bei Taxi Nummer 17. Problemlos bringt uns der Fahrer für ca 400 Baht (in etwa 12€) zu unserem Hotel. Lediglich die Maut für den Highway müssen wir extra bezahlen. Die dafür anfallenden 45 Baht sind umgerechnet nicht ganz 2 €.

In unserem Hotel Triple Y in Bangkok werden wir in gebrochenem Englisch empfangen und gleich in unser Zimmer im 7. Stock gebracht. Das Zimmer ist groß und sauber, nur der Ausblick auf das nächste Hotel leider bescheiden. Leider war das Hotel sehr hellhörig, sodass wir 3 Tage brauchten um unseren Jetlag halbwegs auszuschlafen. In Bangkok besuchten wir lediglich den Königspalast und erforschten dort die Umgebung ein wenig.

   

Den Königspalast erreichten wir einfach mit dem Taxi, das uns unser Hotel rief. Dort angekommen mussten wir uns erst eine Thai-Hose kaufen, da man den Königspalast nur mit langen Hosen und bedeckten Schultern betreten darf. So hatten wir jedenfalls gleich die Möglichkeit, ein Souvenir um 100 Baht (ca 3€) zu erwerben. Der Eintritt kostete etwa 15€ pro Person.

Den Königspalast selbst fanden wir sehr beeindruckend, für manche Räume muss man die Schuhe ausziehen. Diese kann man einfach in dafür vorgesehenen Ablagen stehen lassen. Es herrschte ein ziemliches Gedränge in den einzelnen Räumen, sodass wir uns hauptsächlich draußen aufhielten. Ich beobachtete auch eine Art Altar, an den einige Menschen gegen freiwillige Spenden Opfergaben (Blumen) hinlegen konnten und Räucherstäbchen anzündeten. Insgesamt hielten wir uns nicht viel länger als 2 h am Gelände auf. Nach unserem Besuch am Palastgelände schlenderten wir noch ein wenig Richtung Fluss. Der zunehmend abscheuliche Gestank je näher wir dem Fluss kamen hielt uns jedoch von einem größeren Spaziergang ab. Also holten wir bei einem der Bistros noch ein spätes Mittagessen (frische Sommerrollen und gebackene Frühlingsrollen) und machten uns auf die Suche nach einem Taxi für die Heimfahrt. Das gestaltete sich schwieriger als erwartet, da wir kein Internet hatten und uns leider die Adresse des Hotels nicht gemerkt hatten und erst der 5. Taxifahrer einem Transport mit Taximeter zustimmte.

Wieder im Hotel angekommen befreiten wir uns unter der Dusche zuerst vom Großstadtstaub und durchstöberten das Internet nach tollen Skybars.

Wir entschieden uns schließlich für die Bar Scarlett im 37. Stock. Die Anreise dorthin mit dem Taxi ging schnell, und wir trafen pünktlich zur Happy Hour ein. Die Bar ist überdacht, sodass wir leider nicht unter komplett freiem Himmel saßen, aber dennoch hatten wir einen fantastischen Ausblick Richtung Fluss und auf die aus Hangover berühmte Skybar Scirocco. Während der Happpy Hour konnte man ausgewählte Cocktails, Wein und Bier für 100 Baht (ca 3€) pro Glas genießen. Die Cocktails waren zwar klein, aber geschmacklich sehr lecker! Gegen 8 Uhr und 4 Cocktails später machten wir uns wieder auf den Heimweg.

Den letzten Tag in Bangkok verbrachten wir mit trainieren im Fitnessstudio (das Hotel hatte einen kleinen Trainingsraum), ausschlafen und durch die ans Hotel angrenzende Mall schlendern.

Mit dem Taxi gings dann wieder zum Flughafen (dieses Mal aber zum Domestic Terminal) und mit Thai Air weiter nach Phuket.

Wir landeten um ca 10:00 Uhr abends, holten und unser Gepäck und fanden zum Glück gleich ein Taxi, das uns zu unserem Hotel in Rawai brachte. Rawai ist ein ganzes Stück entfernt vom Flughafen und wir erkundigten uns im Vorhinein über den Preis. Man sagte uns, dass die Fahrt voraussichtlich den Höchstpreis von 900 Baht (ca 30€) kosten werde. Der Taximeter des Fahrers zeigte nach den 40 Minuten Fahrt schließlich 780 Baht an.

Der Check In im Serenity Resort Phuket ging schnell und wir wurden samt unserem Gepäck in Golfcaddys in unseren Bungalow gebracht. Dieser umfasste zwar nur ca 20m², bot jedoch alles was man braucht: Doppelbett, Badezimmer mit geräumiger Dusche und leiser, angenehmer Klimaanlage. Besonders nett war die Terrasse vor unserem kleinen Bungalow. Leider konnte man wegen den Moskitos abends nicht draußen sitzen..

Unsere Tage in Phuket verbrachten wir Großteils im Hotel, da uns die relativ stark befahrene Straße vor dem Hotel nicht sicher genug erschien, im Linksverkehr die Gegend zu erkunden. Das war aber nicht weiter schlimm, da das Serenity Resort über einen gepflegten Pool verfügte, an dem man es mit einem spannenden Buch gut aushalten konnte. Ein gut ausgestattetes Fitnessstudio bot weiteren Zeitvertreib.

Ein besonderes Highlight im Resort war das Frühstück, bei dem neben frischem Omelett und Eiern auch warme Speisen, Müsli (es gab sogar Sojamilch!), Brot und Croissant, Marmeladen, Käse und Schinken auch frisches Gemüse und Salat sowie eine Saftstation für frischepresste Säfte gab. Abends aßen wir nie im Hotel, da es uns relativ teuer erschien, sondern entdeckten eine Straße weiter Mew’s Kitchen, ein kleines Bistrot am Straßenrand. Leckeres, frisch gekochtes typisch thailändisches Essen, so wie wir es uns vorgestellt hatten zu einem fairen Preis. Mit den Getränken (Kokosnuss für mich und Bier für Markus) bezahlten wir immer ca 15€.

Auf dem Weg dorthin liefen wir an diversen Massagesalons vorbei, und beschlossen, uns auch eine Massage zu gönnen. Wir bezahlten 350 Baht pro Person für 1 Stunde klassiche Thai Massage. Ich hatte bereits gehört, dass diese Art der Massage nicht unbedingt entspannend, sondern teilweise ziemlich schmerzhaft ist. Dies kann ich definitiv bestätigen haha 😊

Die Damen massieren nämlich mit vollem Körpereinsatz, mit Knien, Füßen und Ellbögen. Es war schmerzhaft, aber irgendwie auch angenehm mal so ausgeknackst zu werden 😉

Am Freitag fand ein paar Meter von unserem Hotel entfernt ein Local Food Market statt. Besucht wurde er von Touristen wie uns sowie von Einheimischen. Erwerben konnte man frisches Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch, Gewürze, frisch gekochtes Essen …

Wir wollten eigentlich dort unser Abendessen erwerben, jedoch wurde das Essen nicht wie bei uns in Styroporbehälter eingepackt, sondern in kleine Plastiksäckchen. Da wir nicht wussten, wie wir das in unserem Hotelzimmer essen sollten, kauften wir nur etwas Fingerfood: gebackene Süßkartoffelbällchen und eine Art Waffel gefüllt mit Kokospudding und Mais … Eine eigenartige Kreation, aber es schmeckte erstaunlich lecker 😊

Wir aßen dann in einem anderen Lokal als sonst zu Abend. Das Kokoscurry war extrem scharf, und über meinen Kale mit Austernsoße wurden getrocknete Fischstücken gestreut …  Naja, essbar war es schon, allerdings nicht so lecker wie die beiden Abende zuvor. Und für mich als Vegetarierin, die eigentlich keinen Fisch mag, eine echte Herausforderung. Hab dann nur die Gemüsestückchen ohne Fischkontakt herausgesucht …

Von Phuket gings dann weiter nach Koh Lanta, eine Insel weiter östlich. Dazu wurden wir mit dem Taxi zum Hafen nach Phuket Town gebracht. Mit dem Speedboat gings dann 2 h nach Koh Lanta, mit kurzem Stopp an den Phi Phi Inseln und vorbei an einigen anderen Inselchen. Bei der Ankunft am Pier (der auf Holzpfählen im Wasser stand, nicht sehr vertrauenserweckend aber erstaunlich stabil) fanden wir auch gleich das Taxi, das uns unser nächstes Hotel geschickt hatte. Auf der überdachten Ladefläche wurden wir samt unseren Koffern verladen und zum Lanta Casuarina Beach Resort gefahren.

Das Hotel verfügte über einen Pool und direkten Zugang zum Phra Ae Beach, einem ca 2 km langen sehr breiten Sandstrand. Leider gab es kein Fitnessstudio im Hotel, doch der Strand war ja lang genug für eine gemütliche Joggingrunde und ein kleines Beach Workout am Morgen. Wir hatten Frühstück dazu gebucht, welches in Buffetform im Frühstücksraum neben der Poollandschaft serviert wurde. Es war nicht so toll wie das was wir im Serenity Resort in Phuket erlebt hatten, aber ausreichend. Es gab frisches Omelette, Spiegleier oder gekochte Eier, Toast, warme Speisen (unter anderem Spaghetti und Curries … nicht so mein Fall in der Früh, aber ok), French Toast, Müsli, Joghurt, frisches Obst und frisches Gemüse. Käse gabs leider nicht, dafür gebratenen Speck …

   

Am Strand selbst gönnten wir uns 2x eine Thai Massage für 300 Baht, was wirklich sehr entspannend war, wenn man dabei das Meer und das Treiben am Strand beobachten kann.

Ich war überrascht wie wenig eigentlich los war, ich hatte um diese Jahreszeit mit mehr Touristen gerechnet.

Gegessen haben wir immer in den Strandbars, meistens in der direkt neben unserem Hotel gelegenen Bar Tiw Kal. Die Servicekräfte konnten zwar nur wenig Englisch, waren aber sehr freundlich und bemüht und wir haben immer etwas leckeres zu essen bekommen. ES gab typisch thailändische Spezialitäten wie Papaya Salat, Curries, gebratenes Gemüse und Reis aber auch Pizza (ok, die war wohl aus einem Fertigteig) und Spaghetti und Burger (die aber wirklich frisch zubereitet waren und laut Markus auch sehr lecker). Wir probierten dort auch einen Roti, das ist ein typisch thailändischer Pfannkuchen. Es schmeckte sehr nach Ei und trieften vor Fett, geschmacklich aber lecker. Wir hatten einen mit Käse … das heißt, es lag einfach eine Scheibe Toastkäse drauf. Naja, da hatte ich mir wohl zu viel erwartet 😉

In Koh Lanta lernten wir dann auch endlich das Land selbst ein wenig besser kennen. Wir buchten einen Kochkurs, in dem wir lernten typisch thailändische Gerichte zuzubereiten: Frühlingsrollen, Pat Thai und Tom Ka Gai Suppe. Unser Kochlehrer war ein lebhafter kleiner Thailänder um die 30, ihm gehörte die Kochschule auch. Bei einem Aperitif und Vorspeise wurden uns zuerst die Besonderheiten und Gewürze der thailändischen Küche erklärt und die Rezepte besprochen, die wir zubereiten würden.

Jeder bekam eine Schürze und eine Haube, einen Kochlöffel und ein Geschirrtuch und wurde dann an seine eigenen Kochstation geschickt. Dort waren von den Mitarbeitern der Kochschule bereits alle Utensilien die wir benötigen würden vorbereitet worden.

Es begann mit den Frühlingsrollen: Zuerst wurde die Füllung, bestehend aus Tofu, Mungobohnen (die wir zuerst mühsam einzeln aussortieren und von den braunen Enden befreien mussten), Karotten und Kraut. Das alles rösteten wir gemeinsam im Wok an und löschten es mit etwas Sojasoße ab. Dann wurde die Füllung in 4 gleich große Mengen aufgeteilt, auf Reispapier verteilt und die Frühlingsrollten geformt. Das Ende wurde mit Eigelb bestrichen, damit die Rolle beim Frittieren nicht aufgeht. Ich hab dann noch etwas recherchiert, wie man Frühlingsrollen nicht nur vegetarisch, sondern komplett vegan machen kann. Dazu muss man nur das Ei durch eine Mischung aus Stärke und Wasser ersetzen 😉

Beim Frittieren der Frühlingsrollten wurde uns erklärt, dass man immer mit dem Schöpflöffel unten im Wok herumrühren soll, damit die Frühlingsrollten gleichmäßig braun werden. Als sie dann endlich eine appetitliche goldbraune Farbe hatten konnten wir sie herausnehmen, etwas abtropfen lassen, sie am liebevoll vorbereiteten Teller anrichten und schließlich verspeisen.

Fürs erste gesättigt gings dann weiter zum zweiten Gang: Tom Ka Gai Suppe. Diese klare Fischsuppe ist eine Spezialität in Thailand, jedoch für einen Menschen der weder Fisch noch sonstige Meeresfrüchte mag (wie ich) nicht geeignet. Mitgekocht wird unter anderem auch Lemongrass. Danach wird das Gehirn (!) von frischen Garnelen in die Suppe gegeben… Dafür werden die Tiere einfach am Kopf aufgeknackt und der Inhalt in die Suppe gequetsscht … das ist das Öl, das die Suppe benötigt .. Fischöl. Die Garnelen wurden dann vom Darm befreit und in Stücken im Ganzen (samt Kopf!) mitgekocht…. Sieht meiner Meinung nach megaeklig aus, aber ist eine Spezialität …

Weiters kam noch Fischsauce, Koriander, Zwiebel und Kaffir Blätter in die Suppe. Zum Schluss wurde die Suppe noch mit Limettensaft abgeschmeckt und angerichtet …

Ich hab einen halben Teelöffel gekostet und leider wärs mir fast wieder hochgekommen … Ich mag einfach keinen Fisch und fand das eklig. Habe also meine Suppe verschenkt 😉 Markus meinte für ihn wars auch grenzwertig wegen dem intensiven Fischgeschmack, die anderen Kursteilnehmer waren jedenfalls begeistert.

Den Abschluss bildete dann der Hauptgang, traditionelles Pat Thai. Ich hab meines vegetarisch (mit Ausnahme der Fischsauße, die es bei uns allerdings auch in der veganen Variante gibt, zB auf amazon hab ich schon eine gefunden) gemacht, das heißt nur mit Tofu statt mit Hühnchen. Die Zubereitung ging wieder relativ schnell: Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch goldbraun rösten, Reisnudeln dazu geben, nach und nach mit Wasser aufgießen und zwischendruch wenden, damit sie nicht klebrig werden. Danach mit der Soße ablöschen. Dann die Nudeln im Wok zur Seite Schieben und Tofu anbraten. Danach alles zur Seite und das Ei in den Wk aufschlagen und langsam mit den Nudeln vermengen. Angerichtet wird alles zusammen mit frischen Sprossen und Erdnüssen (von denen ich ziemlich viele draufgegeben habe um den Fischgeschmack der Soße zu überdecken).

Geschmeckt hat das Ganze dann wirklich lecker!

Nach dem Kochkurs wurden wir von unserem Kochlehrer Akkapak wieder zurück ins Hotel gebracht.

Am Tag darauf gings dann ins Elephant Sanctuary in Koh Lanta, wo wir etwas über die Geschichte der  thailändische Elefanten und generell Unterschiede von afrikanischen und indischen Elefanten lernten. Wir wurden wieder direkt im Hotel abgeholt und mit einem Pick up hingebracht. Die Fahrt dauerte ca 15 Minuten und auch selbst hätten wir bestimmt gut hingefunden, da man von der Hauptstraße nur 2x abbiegen muss und es eigentlich ziemlich deutlich beschildert war.

Das besondere Highlight war aber die Begegnung mit diesen grauen Kolossen selbst. Das Elephant Sanctuary in Koh Lanta hat nur 3 Elefanten, auf welchen man auch nicht reiten kann. Das war uns besonders wichtig, da wir gehört hatten dass diese dann oftmals sehr schlecht behandelt werden. Im Elephant Sanctuary hat jeder Elefant einen eigenen Pfleger, der das Tier den ganzen Tag durch das weitläufige Gehege begleitet. Das liegt unter anderem daran, dass das Gehege nicht besonders gut eingezäunt ist und es für einen ausgewachsenen Elefanten ein Kinderspiel wäre, durch den Zaun auf die benachbarten Grundstücke auszubrechen. Wir durften sie als Erstes mit Bananen füttern und streicheln. Ich bekam einen Bund grüner Babybananen, die die Elefanten lustigerweise verschmähten. Sie scheinten genau zu riechen, ob das nun lecker ist oder nicht 😉 Einer der Pfleger gab mir dann zum Glück gelbe Bananen, die ihnen natürlich zusagten. Am Anfang hatte ich ziemliche Berührungsängste, da diese Tiere ja nun schon imposant sind. Ihre ruhige, gemütliche Art nahm mir dann aber mein Zögern und ich wich nicht mehr von Ihrer Seite. Es ist schon lustig, wie sie so mit ihrem Rüssel ihre Umgebung ertasten, kleine Babybananen schnappen und einfach ins Maul werden … Elefanten besitzen 2 Arten von Zähnen, nämlich die beiden Stoßzähne und Backenzähne zum Kauen.

Nach der Fütterung kam die Hautpflege dran. Dazu setze einer der Pfleger ein kleines Loch in der Wiese unter Wasser, sodass eine größere Pfütze mit Schlamm entstand. Diesen nahmen wir dann mit beiden Händen und rieben ihn den Elefanten auf die 7 cm dicke Haut, die mit kleinen Borsten übersät ist. Ich fragte mich ehrlich gesagt die ganze Zeit, ob die es überhaupt spüren wenn man sie streichelt…

Anschließend wurden die Elefanten dann nach weiter hinten im Gehege zu einem Schwimmteich gebracht. Auch wir (die unsere Badesachen mithatten) wagten uns in den Teich. Der war übrigens ziemlich trüb und schlammig, eine Mischung aus Erde und Elefantenkot wahrscheinlich. 😉

Mit einer größeren Bürste rieben wir den Tieren dann schließlich den Schlamm wieder von der nassen Haut. Sie schienen es zu genießen, blieben ruhig stehen während 4 bis 5 Menschen um sie herumwuselten. Kann aber auch daran liegen dass sie es einfach schon gewohnt sind 😉

Für mich war das fast das Highlight unserer Reise… ich liebe solche Erfahrungen und Erlebnisse einfach, denn wann kommt man einem Elefanten jemals wieder so nahe? Alles in allem hatte ich auch das Gefühl dass die Tiere dort gut und artgerecht behanelt werden. Das Füttern und Streicheln von Touristen 2x am Tag erscheint mir relativ harmlos, sodass ich einen Besuch im Elephant Sanctuary guten Gewissens weiterempfehlen kann 😊

Am Silvesterabend statteten wir mal unserer Hotelbar einen Besuch ab, bestellten Cocktails zur Happy Hour und schauten uns die ersten Feuerwerke und eine kurze Feuerschluckershow an. Erschreckend dabei war, dass der Feuerschlucker ein Jugendlicher von geschätzt 10 Jahren war …

Nach den ersten Cocktails nahm ich meine Keilsandaletten in die Hand und wir spazierten ein Stück am Strand entlang, bis zur Pangea Bar. In dieser Bar waren wir bereits vor 2 Tagen gewesen und ich hatte gesehen, dass neben leckeren (und ziemlich starken) Cocktails auch ein Martini auf der Karte stand. Wir bestellten also einen Martini für mich, einen Cocktail für Markus und 3 verschiedene Vorspeisen, die uns auch schon vor 2 Tagen sehr geschmeckt hatten: vegane Krautrollen für mich, Chicken Nuggets mit Cornflakespanade für Markus und noch eine Kleinigkeit zum Teilen.

Gegen halb 11 beschlossen wir dann schlafen zu gehen, da es in der Bar und am gesamten Strand ziemlich leer war. Um 12 wurden wir nochmal vom Feuerwerk geweckt, haben den Rest aber verschlafen… 😊

Am Neujahrstag wurden wir von einem Tuk Tuk abgeholt und wieder zum Speedboat Hafen gebracht, von wo aus wir dann nach Koh Yao Noi, unserer letzten Destination, weiterfuhren. Die Fahr mit dem Boot war wie auch schon die erste furchtbar … also definitiv nichts für Personen mit Rückenproblemen! Wir wurden ziemlich durchgeschüttelt und es war ziemlich heiß und stickig im Boot. Aber gut, waren ja nur knapp 2 Stunden 😉

In Koh Yao Noi angekommen mussten wir gleich mal Inselsteuer bezahlen .. 10 Baht pro Person. War in Summe also nicht mal ein Euro 😉

Mit einem Pick up (die Taxis haben hier Festpreise, keine Taximeter mehr) wurden wir zum Island Yoga Resort gebracht. Wir wurden freundliche empfangen und durften um 4 am Nachmittag gleich an der ersten Yogastunde teilnehmen. Unser Lehrer war Dimitri, ein Australier mit ziemlich starkem Akzent, wir konnten ihn deshalb etwas schwer verstehen aber alles in allem war es eine entspannende Stunde. Am Abend aßen wir im zugehörigen Cafe zu Abend.

Koh Yao Noi ist eine sehr ruhige Insel, vom Massentourismus noch verschont. Deshalb gibt es aber auch leider wenig Auswahl an Restaurants. Wir konnten auch nur einen 7-Eleven entdecken auf unserer Fahrt zum Resort. Generell haben die Restaurants auf Koh Yao Noi nur bis 8 Uhr abend, maximal halb 9 geöffnet. Für Nachteulen also eher nix 😉

Leider war die Nacht im Yoga Resort die schlimmste in unserem ganzen bisherigen Urlaub. Das Zimmer war klein, ok, ging ja noch. Das Bad aber leider typisch thailändisch: kein Fenster – Dusche über dem Klo sodass man beim Duschen rein theoretisch einfach den Klodeckel zumachen konnte und im Sitzen duschen … naja.

Dementsprechend feucht war es auch im ganzen Zimmer. Wir hatten zwar ein Moskitonetz, aber so wirklich geschützt hat uns das nicht. Die „Klimaanlage“ war ein uralter Ventilator, der außer warme Luft herumwirbeln nichts konnte uns alle 30 Minuten so knatterte, als wäre grade ein Vogel reingeflogen… entspannen und gut schlafen war da also nicht.

Deshalb buchten wir mit dem bisschen funktionierenden WLAN das einzig vernünftige noch verfügbare Hotel auf Koh Yao Noi für unsere restlichen 2 Nächte und verließen das Yoga Resort nach dem Frühstück kurzerhand. Da muss ich aber noch kurz erwähnen dass das Frühstück im Yoga Resort (welches zwar nur von 9 bis 10 serviert wurde) wirklich sehr lecker war! Es gab vegetarische und vegane Gerichte, selbstgemachten Yoghurt, frisches Obst, Kaffe und Tee, Eier und erstaunlich leckeres Brot und Mango Pfannkuchen.

Unser nächstes Hotel nannte sich Jaiyen Eco Resort, auf der anderen Seite der Insel gelegen. Die Fahrt mit dem Pickup dorthin dauerte nur 15 Minuten (die Insel ist ja nicht groß). Unser Fahrer, Yak the Pirate, ein Thailänder, der Ausflüge mit Segelbooten anbot, war sehr gesprächig und erzählte uns auf der Hinfahrt in gebrochenem, teilweise unverständlichen Englisch alles Mögliche über die Insel und seine Person.

Im Jaiyen Resort angekommen wurden wir von Sheila freundlich empfangen. Sie erklärte uns das Konzept des Hotels und dass sie es mit ihrem Partner Kevin im Juni 2019 erst eröffnet hatte. Im Vorfeld entschuldigte sie sich auch, falls etwas fehlen würde, sie seien ja noch in der Entwicklungsphase. Wir fanden das völlig ok, waren froh so freundlich empfangen worden zu sein und eine schöne Bleibe für unsere letzten 2 Urlaubstage gefunden zu haben.

Das Hotel verfügte über eine Küche, kein richtiges Restaurant, da alles im offenen Rezeptionsbereich serviert wurde.

Fleisch gab es gar nicht im Hotel, und auch alle anderen Zutaten und Speisen waren größtenteils pflanzlich, was uns sehr zusagte. Zum Frühstück gabs aber auch Joghurt und Eier, je nachdem welches Menü man zum Frühstück wählte.

Die Bungalows sahen von außen aufgrund ihrer halbrunden Form aus wie kleine Cocoons. Innen waren sie sehr geräumig und in einen großzügigen Wohn- und Schlafraum, ein Bad mit Dusche und einen Ankleideraum, in dem sich auch ein Kühlschrank und eine große Ablage befand, aufgeteilt. Das Bett war wieder mit einem Moskitonetz (besser als im Yoga Resort) ausgestattet und war wirklich bequem.

Einzig unsere Mitbewohner (Ameisen) störten mich ein wenig, aber diese Tierchen aus den Häusern fernzuhalten ist auf Koh Yao Noi schwierig, da die Insel zum Großteil aus Dschungel besteht. An einem Abend hatten wir eine handflächengroße Spinne im Zimmer … zum Glück hat Markus es geschafft sie nach draußen zu scheuchen, während ich draußen vor unserem Cocoon gewartet habe, bis die Luft wieder rein war 😉

Wir verbrachten die nächsten 2 Tage hauptsächlich am kleinen Infinity Pool des Hotels. Mittags gingen wir einmal zum Italiener nebenan. Leider gab es dort keine Pizza, aber sonst typisch italienische und auch thailändische Gerichte. Der Besitzer ist ein lieber Italiener, der sehr gut Englisch und auch Französisch spricht. Ich vermute, dass er auch Thai spricht, denn seine Mitarbeiterinnen waren Thailänderinnen. Gekocht wird dort absolut frisch, und auch die Preise sind in Ordnung. Nach dem Essen borgten wir uns für 2 Stunden gegen 200 Baht ein Kajak aus und paddelten damit in die nächstgelegene Bucht, die ein tolles Fotomotiv war. Die Bucht war klein, aber der Ausblick auf die umliegenden Inseln und das offene Meer fantastisch.

Bevor wir lospaddelten, bekamen wir aber noch einige kurze Hinweise von Bubu, dem Besitzer des Restaurants. Er ermahnte uns, unbedingt vor 5 am Abend zurück zu sein, da wir sonst aufgrund der einsetzenden Ebbe keine Chance mehr hätten, ans Ufer zurück zu kommen und er dann ein Boot losschicken müsse, uns zu suchen.

Wir nahmen uns diesen Rat natürlich zu Herzen und waren pünktlich zurück.

Wir blieben noch auf einen kurzen Plausch mit Bubu, der gerade dabei war, thailändischen Basilikum zu zerpflücken. Dieser riecht ganz anders als wir es in Europa gewohnt sind, ein bisschen nach Zitrus. Bubu macht daraus sein eigenes Basilikumpesto, da es, wie er sagt, ziemlich schwierig ist auf der Insel gute Zutaten zum Kochen zu bekommen. Wir haben uns nämlich beim Essen schon gefragt, wo der Gorgonzola von Markus Spaghettis zu Mittag herkommt, da er meinte dieser habe komplett normal geschmeckt, wie bei uns daheim eben.

Den Abend verbrachten wir im Resort, bestellten etwas zu essen und ließen den Abend dann mit einem Buch in der Hängematte ausklingen.

Am Tag darauf konnten wir uns von Kevin einen Roller ausborgen, um für ein paar Besorgungen beim 7-Eleven und in Souvenirläden Richtung „Zentrum“ der Insel zu fahren. Die Straßen sind auf Koh Yao Noi weitgehend recht gut ausgebaut, wenn man von den vereinzelten Schlaglöchern absieht … die Hauptstraße war immerhin asphaltiert 😉

Nachdem wir uns bei 7-Eleven mit Snacks und was wir sonst noch brauchten versorgt hatten stöberten wir noch durch ein paar Souvenirshops. Ich erstand eine schöne kleine „Kommode“ wenn man das so nennen kann um 500 Baht, eine kleine Schüssel mit Mosaiken und schön beschnitzte Stäbchen um weitere 400. Ein Schnäppchen dachte ich, bis ich dann später am Flughafen herausfand, dass die Stäbchen dort nur 120 Baht gekostet hätten… ärgern hilft aber auch nichts und auf die paar Euro kams mir dann auch nicht mehr an. Das einzige was ich eben schade finde ist dass man als Tourist dann doch immer und überall wo es geht ausgenutzt wird…

Unseren letzten Tag verbrachten wir dann im Hotel, ich holte mir einen letzten Sonnenbrand und wir gingen ziemlich früh ins Bett, da unsere Heimreise (weil wir leider ziemlich spät alles gebucht hatten) ca 36 Stunden betragen würde.

Um 11 Uhr am Vormittag gings dann los, wir wurden wieder von Yak the Pirate vom Hotel abgeholt und zum Pier gebracht. Leider waren wir wieder mal viel zu früh dort und mussten noch eine Stunde bis zum Ablegen warten. War aber nicht weiter schlimm, der Wartebereich war überdacht und schattig und wir genossen noch ein letztes mal die Aussicht aufs offene Meer und die daneben liegende (und ebenfalls wunderschöne Insel) Koh Yao Yai.

Nach der diesmal halbwegs angenehmen Speedboatfahrt (es war einfach ein größeres Speedboat, in dem man die Wellen nicht ganz so arg spürte) kamen wir wieder am Hafen in Phuket an, holten uns dort etwas zu essen und ließen uns dann von der Besitzerin eines kleinen Getränkeshops ein Taxi zum Flughafen rufen.

Leider hatten wir nun in Phuket noch 6 Stunden Wartezeit, bevor es nach Bangkok weiterging. Der Flughafen in Phuket ist nicht groß, sodass Duty Free oder Souvenir Shopping leider ausschied. Mit einem guten Buch und Essen verging die Wartezeit aber relativ schnell. Nach 1,5 Stunden landeten wir um ca 22 Uhr in Bangkok, holten unser Gepäck ab und checkten es wieder ein. Es erschien uns sicherer, das Gepäck nicht von Phuket bis Wien durchzuchecken, da wir einfach nicht drauf vertrauten dass das klappt und wir ja sowieso wieder 5 Stunden Wartezeit in Bangkok hatten.

Am Flughafen in Bangkok mussten wir wieder durch die Immigration und Security, was uns aber nur ca 45 Minuten kostete. Die restliche Zeit bis zum Boarding verbrachten wir im Halbschlaf auf einer der Bänke (nicht besonders bequem, aber Liegemöglichkeiten haben wir leider nicht gefunden und außer den Restaurants und Imbissbuden waren nicht viele Geschäfte geöffnet).

Um 03:00 boardeten wir dann unseren 2-stöckigen Emirates Flieger und landeten nach einem kurzen Zwischenstopp in Dubai (unser Flieger hatte leider Verspätung und fast hätten wir unseren Anschluss verpasst) um die Mittagszeit in Wien.

Komplett übermüdet und geschockt vom Klimaunterschied nahmen wir (nachdem wir uns mit leckerem Gebäck, das wir die 2 Wochen schmerzlich vermisst hatten) den nächstmöglichen Zug nach Hause nach Linz.

Alles in allem war es ein toller und (bis auf die Rückreise) erholsamer Urlaub. Thailand kann ich jedem nur wärmstens empfehlen, auch wenn es um die Weihnachtszeit etwas teurer sein mag als sonst, ist es ein perfekter Ort, um seinem Winterblues zu entfliehen! 😊

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