Europa,  Zypern

ZYPERN

Geschichte, wunderschöne Strände, kristallklares Wasser, interessante Sehenswürdigkeiten und Sonnenschein ohne Ende.

Im August wurde die Mittelmeerinsel Zypern unser Reiseziel. Sie ist die drittgrößte Mittelmeerinsel nach Sizilien und Sardinien und  gehört geographisch zu Asien, wird politisch und kulturell jedoch meist zu Europa gezählt.

Die Insel ist seit 1974 de facto geteilt: Der Süden wird von der Republik Zypern beherrscht, der Nordteil steht jedoch unter Kontrolle der Türkischen Republik Nordzypern, welche nur von der Türkei anerkannt wird. Dieses Gebiet wurde 1974 militärisch besetzte, nachdem griechische Putschisten den Anschluss Zyperns an Griechenland durchsetzen wollten.

Naja, soviel jedenfalls zum geschichtlichen Teil 😉

Wir haben uns Zypern wegen seinem Klima, der Geschichte und den vielen Sehenswürdigkeiten, dem köstlichen Essen, der Natur und dem wunderschönen Meer ausgesucht.

Per Direktflug ging es von Wien nach Paphos, im Südwesten der Insel. Unser Hotel lag etwas außerhalb vom Stadtzentrum, bis zum Hafen waren es etwa 3 km.

Hotellobby

Link zum Hotel:

https://www.athena-cbh.com/de/?gclid=Cj0KCQjwg7KJBhDyARIsAHrAXaFehSeTcz9vL9pyJeyWoNuBko76Blr8dfUVvlWbP0Nk8z5yAwEHMtAaAs3CEALw_wcB&gclsrc=aw.ds

Die ersten beiden Tage verbrachten wir zum Akklimatisieren am Strand und ließen es uns gut gehen.

APHRODITES ROCK

In Paphos bist du ganz nahe dran an den Spuren von Aphrodite, der griechischen Göttin der Liebe und Schönheit. Ca. 20 km außerhalb von Paphos, an der Südküste Zyperns, befindet sich der Felsen der Aphrodite. Hier wurde die Göttin der Mythologie nach geboren und soll dem Meer entstiegen sein. Eine wunderschöne Bucht mit traumhaften Blick auf das kristallklare Wasser wartet auf dich! Wenn du es gerne etwas ruhiger magst, abseits vom Menschentrubel, dann entferne dich ein bisschen vom Strand direkt vor dem Felsen. Die meisten Touristen bleiben zum Baden dort, etwas abseits hast du dann den Strand ganz für dich alleine! Wir haben das auch gemacht und genossen 3 h völlige Ruhe, an einem der meistbesuchtesten Orte Zyperns. (Es war sogar so leer am Strand, dass ich mich ungestört oben ohne in die Sonne legen konnte um die Bikini streifen zu umgehen 😉 nur ein Herr kam noch zum Strand, hatte jedoch den gleichen Gedanken von FKK und versteckte sich um uns nicht zu stören einfach hinter seinem Sonnenschirm 😉 – hier ist also keiner so streng diesbezüglich)

Erreichbar ist der Aphrodite’s Rock ganz einfach per Bus: Vom Hafen in Paphos sind wir direkt mit der Linie 631 hingefahren, ca 20 Minuten dauerte das Ganze.

Generell ist Busfahren in Zypern sehr zu empfehlen, da auch auf der LINKEN Straßenseite gefahren wird! Die Busse sind außerdem klimatisiert, sauber und die Busfahrer verstehen zumindest in den touristischen Gegenden recht gut Englisch. Ein Tagesticket kostet in der Region Paphos 5€, da kannst du dann den ganzen Tag so viel fahren wie du willst. Einzelne Strecken kosten € 1,50. (Ich glaube, das ist ein Pauschalpreis, haben nämlich immer das gleiche bezahlt).

TROODOS GEBIRGE

Mit der Zeit wurden wir abenteuerlustiger und borgten uns ein Auto aus, um zum Wandern und Trailrunning ins Troodos-Gebirge zu fahren.

Die höchste Erhebung im Troodos ist der Olympos (auch „Chionistra“ genannt) mit knappen 2000 m. Das Gebirge ist stark bewaldet – was zur Abwechslung sehr angenehm ist, da es doch etwas kühler ist als an der Küste! Es gibt viele verschiedene markierte Wege zum Wandern und Mountainbiken.

Wir entschieden uns für den 7 km langen Artemis-Weg, der ziemlich eben in einer Höhe von ca. 1800 m unten um den Gipfel herumführt. Da uns Wandern zu langweilig war, erkundeten wir den Pfad etwas schneller – beim Trailrunning 😉 Da der Pfad sehr wenig bis gar keine Höhendifferenzen aufweist und bis auf vereinzelte Geröllpassagen leicht zu begehen ist, ist er für Trailrunninganfänger bestens geeignet. Bring aber auf jeden Fall Wasser mit, es gibt nämlich auf der ganzen Strecke keine Brunnen und vor allem im Sommer brennt die Sonne stellenweise ziemlich stark herab!

folge diesen Hinweisschildern!

Ausgangspunkt für die Wanderung ist der Troodos Square, wo du parken kannst und auch  verschiedenste Tavernen als Einkehrmöglichkeiten vorfindest. Von dort aus folge am Einfachsten der Straße und halte dich an der ersten Kreuzung links, Richtung Skilift. Ein paar hundert Meter weiter findest du dann eine Hinweistafel mit Infos zum Pfad, welche gleichzeitig der Beginn des Artemis Trails ist.

typisch zypriotische Süßigkeiten
n kandierte Früchte in allen Formen und Farben – gibts in Zypern an jeder Ecke!
und jede Menge Nüsse: karamellisiert, geröstet, gesalzen oder mit sonstigen Aromen

Tipp: Mach beim Heimfahren einen Stop im Örtchen Omodos. Der kleine Ort ist wirklich bezaubernd, es gibt viele Tavernen, nette Cafes und coole Galerien und Handwerksateliers. Wir haben uns im Cafe George’s daughter & son erst mal mit zypriotischem Kaffee versorgt (wie der griechische und türkische, wo der Kaffeesatz dann unten in der Tasse bleibt). Link: https://www.facebook.com/croissanterie.patisserie/

Danach schlenderten wir dann noch durch Omodos, probierten ein paar der typisch zypriotischen Süßigkeiten und entdeckten eine richtig coole Galerie mit handgemachten Unikaten von Künstlern aus der Region. Schaut unbedingt in der homodeus Art Gallery vorbei wenn ihr in Omodos seid! Die Betreiberin der Galerie ist super nett, spricht gut Englisch und schickt die Sachen auf Bestellung auch nach Hause! Link: https://www.facebook.com/Homodeus-Art-Handcraft-Gallery-257984214380762/

NIKOSIA

Für den nächsten Tag haben wir uns einen Ausflug in die Hauptstadt, nach Nikosia (auch Lefkosia genannt) vorgenommen. Die Hauptstadt Zyperns ist wie auch das Land zweigeteilt, in eine griechische und eine türkische Hälfte. Aufgrund von Covid blieben wir in der griechischen Hälfte, da wir keinen PCR Test mithatten. Für EU-Bürger ist der Übergang aber ansonsten ganz einfach: man braucht nur einen gültigen Reisepass um auf die türkische Seite und zurück zu gelangen.

Grenzübergang Zypern-Türkei

Auf der griechischen Seite südlich der Grenze befindet sich das Zypernmuseum, wo archäologische Funde von der neolithischen bis zur byzantinischen Zeit gezeigt werden – darunter auch die Aphrodite von Soloi. Unweit davon liegt die venezianische Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert mit den 3 Stadttoren: dem Famagusta-, Kyrenia- und Paphos-Tor. Innerhalb der Stadtmauer gehören ein Mausoleum aus Marmor und gleich daneben die Faneromeni-Kirche aus dem 19. Jahrhundert zu den Sehenswürdigkeiten.

Mit dem Intercity Bus brauchten wir ca 2 h bis in die Stadt. Das Ticket kauft man ganz einfach im Bus beim Fahrer. Definitiv eine gute und halbwegs günstige Alternative zu einem Mietauto! Die klimatisierten Busse verkehren zwischen allen größeren Städten in Zypern, die Fahrpläne sind alle online einsehbar und aktuell: Link: https://www.intercity-buses.com/?wp=routes

Ich weiß gar nicht wirklich was ich sagen soll … aber mir hat Nikosia nicht gefallen. Vor einigen Jahren war ich schon mal hier, und hatte es sehr positiv, lebhaft und interessant in Erinnerung. jetzt, um ehrlich zu sein habe ich mich nicht wohlgefühlt in der Stadt, es herrschte eine komische Atmosphäre und die Gebäude wirkten alle sehr verlassen. Nicht mal an den Sehenswürdigkeiten war viel los. Meiner Meinung nach hat Nikosia außer das Museum, das Famagusta Tor und die Faneromeni-Kirche touristisch nicht viel zu bieten und man verpasst nicht so viel, wenn man nicht hier war… Wir haben unseren Ausflug dann abgekürzt und sind im klimatisierten Intercitybus einfach 1 h früher zurück ins Hotel gefahren.

Nach diesem nicht so zufriedenstellenden Ausflug verbrachten wir erst mal wieder einen Tag am Strand.

PAPHOS

Am Sonntag war dann wieder Sightseeing angesagt und wir erkundeten die Hafenstadt Paphos etwas genauer, sowie den archäologischen Park in Paphos, der direkt beim Hafen liegt.

Der Archäologische Park Pafos ist das umzäunte Ausgrabungsgebiet der antiken Stadt Paphos in der heutigen Stadt Pafos an der südwestlichen Küste Zyperns. Es umfasst ca. ein Drittel der antiken Stadt. Der Bereich gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier sind vor allem Villen aus römischer Zeit und ihre wertvollen Bodenmosaike zu besichtigen!

Aber das spannendste liegt etwas außerhalb der Stadt: Die Königsgräber von Nea Paphos. Sie sind Teil des archäologischen Parks von Kato Paphos und ebenfalls ein UNESCO-Weltkulturerbe. Ein bisschen irreführend ist jedoch ihre Beschreibung: Die Königsgräber sind NICHT die Gräber der Könige, sondern die von hochrangigen Amtsträgern und Aristokraten.

Kastell Paphos

Besonders interessant ist auch noch das Kastell. Es ist das wichtigste Wahrzeichen der Stadt und befindet sich direkt im Hafen. Man kann gegen eine Eintrittsgebühr auch hinaufgehen und einen tollen Ausblick über die Küste, das offene Meer und natürlich die Stadt bewundern! Als wir dort waren befand sich im inneren gerade eine Ausstellung, bei der Kunstwerke aus Meeresmüll gezeigt wurden.

Bei einem Kaffee im Hafen lassen wir den erlebnisreichen Tag ausklingen und genießen noch die rege Hafenatmosphäre.

Das hier war nur ein kleiner Ausschnitt von den Dingen, die du in Zypern machen kannst. Ein Urlaub auf die Mittelmeerinsel lohnt sich auf jeden Fall, da dir hier von sportlichen, über kulturelle oder kulinarische Erlebnisse alles geboten wird! Auch wenn du einfach nur entspannen und faul am Strand liegen willst bist du hier richtig, denn Zypern hat wirklich viele schöne Strände und kristallklares Wasser, welches auch zum Schnorcheln oder zu andere Wassersportarten einlädt! Du solltest nur hitzebeständig sein – denn im Sommer klettern die Temperaturen schon mal auf 40 Grad hoch! 😉

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